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Hätten Sie`s gewusst?

Hätten Sie`s gewusst?

 

Tiernahrung "Superfood" wie geil ist das denn wieder?

 

Schon alleine das Wort erweckt Hoffnung auf ein gutes neues Lebensgefühl. Superfoods sind natürliche, nicht industriell hergestellte Lebensmittel, die einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien haben. Aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte wirken sie sich positiv auf die Gesundheit aus. Durch den modernen Begriff „Superfoods“ vergisst "der moderne Mensch" sehr schnell, dass es sich dabei eigentlich um altbewährte Naturprodukte handeltAls "Superfoods" angeboten werden meist natürliche und exotische Lebensmittel (vorwiegend Pflanzen und Kräuter) mit größeren Mengen an Vitaminen und/oder Mineralstoffen.

 

Sie werden selten frisch, sondern meist getrocknet, als Püree oder Extrakt verkauft, zu einem guten Preis versteht sich. Kein Wunder das die Tiernahrung sich diesen Begriff auch zu Nutze macht, um neue Produkte für Hunde und Katzen auf den Markt zu bringen um die Tierhalter zum Kauf zu animieren, es geht schließlich um das Wohlbefinden unserer Tiere. Man will natürlich nur das Beste für das Tier, den Tierbesitzer und der Umsatz wird letztendlich auch gesteigert. Eine echte Win-Win Situation.

 

Wäre es nicht sinnvoller gleich natürliche, hochwertige, heimische Produkte zu verarbeiten, damit würde sich das Thema "Nahrungsergänzung, Superfood"  und was es noch so alles gibt, doch erübrigen?

 

Würde es nicht auch ein gutes Lebensgefühl erzeugen wenn der moderne Mensch sein Tier und auch sich selbst bewusster, ja einfach altmodischer Ernähren würde?

 

Wir sollten auf hochwertige Naturprodukte die aus der Heimat stammen und die in alter Handwerkstradition hergestellt werden zurückgreifen.

 

Wir denken selten an das was wir haben, aber immer an das was uns fehlt.  (Arthur Schopenhauer)

 

 

Unsere Katzennahrung

Wir erleben es immer wieder das Katzenhalter ihren Katzen auch unser Hundefeuchtfutter füttern, da es etwas günstiger ist. Wenn dies nur gelegentlich vorkommt, ist dagegen nichts einzuwenden, auf Dauer ist es aber nicht zu empfehlen. In unserer Katzennahrung werden hochwertige Eigenfette der jeweiligen Fleisch/Fischsorte hinzugefügt. Zudem wird die Katzennahrung feiner zerkleinert als unsere Hundenahrung in das wir zudem Leinöl hinzufügen, dass der Hund wiederum ausgezeichnet verwerten kann.

 

Da Katzen keine pflanzlichen Fette verarbeiten können ist Vorsicht geboten. Besonders wenn das Tier zu Nieren-, Leberproblemen oder Diabetes neigt. Katzen ziehen ihren Energiebedarf und wichtige Nährstoffe aus Fetten. Bei den Fleischstücken achten wir darauf das diese hochwertige, leicht verdauliche Eiweiße enthalten (wie z.B. aus der Keule/Ober-Unterschale). Innereien und Co. wiederum sind minderwertige Eiweißlieferanten und haben zudem einen höhere Phosphorgehalt. Um den Phosphorgehalt des Fleisches auf natürliche Weise zu senken müssen unsere Fleischstück eine gewisse Zeit abhängen bzw. reifen. Keine Frage das wir auf Kohlenhydrate und verschiedenartige Kräuter und Pflanzen ebenso verzichten, da diese noch andere Eigenschaften haben wie Heilwirkungen, Nebenwirkungen, Beanspruchung einzelner Organe, Allergiepotenzial und Inhaltstoffe, die für manche Tierarten giftig sind.

 

Katzen reagieren aufgrund ihrer Glucoronidierungsschwäche (können keine Ätherische Öle verstoffwechseln das wiederum die Leber belastet und schädigt) ganz anders auf Kräuter.

 

Herz, Leber, Mägen usw in der Katzennahrung..................?

 

Das meiste Fertigfutter besteht aus Innereien  - minderwertigen - Mineral - Vitamin - armen Nebenprodukte. Das schlimme ist das die meisten Tierernährungsberater, Tierärzte, Tierforen diese Zutaten unterstützen da sie der Meinung sind sie würden über wichtige Nährstoffe verfügen. Wir stellen diesen Irrglauben den vor Jahren irgend jemand einmal in Umlauf gebracht in Frage wollen aus logischer und kalkulatorischer Sicht zum Umdenken anregen.

Ich habe circa 1 Jahr lang unserer Katze Krümel, die eine begeisterte Mäusefängerin ist, genauestens beobachtet. Wie sie die Mäuse zerlegt und gefressen hat.

Den Kopf, der Schwanz, der Magen und Darmtrakt ist immer liegen geblieben. Das haben mir auch viele andere Katzenhalter die Freigänger haben bestätigt. Alles andere hat sie mit Genuss verspeist.

Die letzten 6 Monate habe ich damit begonnen die Mäuse die sie nicht gefressen (alles was über 25 Gramm wog) zerlegt und jede Innerei gewogen um einen jeweiligen Prozentwert/Anteil des Tieres zu ermitteln. Das übrigens gar nicht so einfach war, unseren großen Respekt an alle Katzen, die den Magen - Darmtrakt millimetergenau heraustrennen ohne die Galle zu verletzen. 

Fangergebnis vom 7.3.2015 - 30.04.2016: 189 Mäuse - 3 Maulwürfe - 25 Jungvögel - 2 Marder - 2 Ratten - 5 Eidechsen.

Ich habe die Innereien der Mäuse die sie liegen ließ (68 Stück) gewogen. 

Das Durchschnittsgewicht der Mäuse betrug 36 Gramm. Davon wog:

das Herz      - 0,3 Gramm

die Lunge     - 0,6 Gramm

die Leber      - 3,0 Gramm

beide Nieren - 0,48 Gramm

die Milz        - 0,45 Gramm

_______________________

Gesamtgewicht von 4,83 Gramm = 3,825% Innereienanteil der Maus bei einem Gesamtgewicht von 36 Gramm.

Rechnen wir das hoch auf eine Tagesration von 100g sind das 10,625%.

Den Magen - und Darmtrakt mit einem Gewicht von 7,8 Gramm berücksichtigen wir nicht, da er nicht gefressen wird.

Werten wir jetzt 100g Katzenfutter aus, sollte der Innereienanteil nicht mehr als 10,625% betragen.

Jetzt habe ich von "2 hochwertigen Katzennahrungen" die Inhaltsstoffe laut Herstellerangaben zusammengerechnet.

1: xxxx Huhn

Hühnerfleisch mit Haut 31,3%

Hühnerherzen    29%

Hühnerhälse      10%

Hühnerleber      9,8%

Hühnermägen    5,8%

Hühnerblut         4,1%

Hühnernieren     2,5%    Gesamtinnereien: 47,1 % (wird mit 92,5% reines Huhn deklariert)

2: yyyy  Pute

Putenherzen  65%

Putenleber     15%

Putenfett          9%        Gesamtinnereien  89% (wird mit Putenfleisch deklariert).

beide Sorten wurden mit hochwertigen guten Zutaten bewertet. Das wirft doch einige Fragen auf. Zwischenzeitlich wissen wir, dass Innereien wegen ihres hohen Phosphorgehaltes mitverantwortlich für Nierenprobleme und Blasensteine sind. Von den Schadstoffbelastungen ganz zu schweigen. Trotz allem wird an dieser Futtermethode festgehalten. Besonders bei den Barfern.

Da Darm und Magen nicht gefressen werden muss doch logischer Weise auch die angebliche These, dass sich dort Getreide und Pflanzenreste befinden die die Katze braucht, in Frage gestellt werden. Und doch findet man Zutaten wie Reis, Nudeln, Kartoffel, verschiedene Gemüse, verschiedene Kräuter und Obstsorten in den Futtersorten. Irgendetwas läuft hier unserer Meinung gewaltig aus dem Ruder.

Sollte hier nicht ein um denken stattfinden?

(Versteckte oder nicht deklarierte Innereien erkennt man am Eiweiß/Protein Gehalt der nur bis oder unter 13% enthält)

 

Öko-Test Katzenfutter 2016 (512018)

Zwei Themen die wir schon seit Jahren unseren Kunden mitteilen, erfahren endlich etwas Aufmerksamkeit.

Zum ersten wäre das wichtigste "Besteht das Futter aus Abfällen?

Originaltext aus Ökotest:

Gemessen daran, welches Fleisch Menschen hierzulande auf dem Teller haben mögen: größtenteils ja! Ob das schlecht ist, solange die Katzen mit dem Futter gut versorgt werden, ist eine andere Frage. Wollte man Millionen Katzen von Deutschland überwiegend mit bestem Muskelfleisch füttern, so müsste die Massentierhaltung von Schlachttieren noch einmal aufgestockt werden. Katzenfutter besteht derzeit zu großen Teilen aus Resten der Fleischproduktion für den Menschen, zum Beispiel aus verschmähten Innereien, aus Knorpel und Häuten. Auch für teure Marken, deren Werbung die Hochwertigkeit der Zutaten besonders betonen wie .............. werden nach Angaben der Hersteller keine extra Tiere geschlachtet.

Zum zweiten Schadstoffe und Gentechnik.

Originaltext aus Ökotest:

In den zu Katzenfutter verarbeiteten Innereien können sich Schwermetalle angereichert haben. Wir ließen deshalb auf die Elemente Blei, Cadmium, Arsen, und Quecksilber testen. Produkte mit bestimmten pflanzlichen Zutaten wie Getreide durchliefen außerdem ein Screening auf gentechnisch, veränderte Bestandteile (GVO)  (Ende des Originaltextes)

Schade, dass nicht auch auf Aluminium getestet wurde. In allen 21 Proben wurden Spuren von Schadstoffen (Elementen) gefunden. Natürlich unterhalb der erlaubten Grenzwerte. Doch auch hier macht es die Menge aus, wenn ein Tier tag-täglich mit den Stoffen belastet wird, kann man sich vorstellen, dass eine körperliche Reaktion nicht ausbleibt. Wen man jetzt noch die Millionen von Hunde in Deutschland dazu nimmt deren Futter aus den gleichen Zutaten besteht, müssten sämtliche Alarmglocken läuten.

Deshalb unser Rat, die Rückseite vom Produkt genau durchlesen. Sich nicht blenden lassen von Produktbildern, achten Sie auf den Inhalt. Ihr Tier hat kein Interesse an der Verpackung. Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne wenn Sie ihr Tier füttern.

Sie sind das letzte Glied in der Kette.

Sehen - Fühlen - Riechen 

 

Warum Katzen kein Trockenfutter fressen dürfen:

Der Darm von Katzen ist so aufgebaut, dass er Getreide überhaupt nicht verdauen kann. Da der Darm sehr kurz ist kann er die Kohlenhydrate nicht aufspalten und verwerten. Dadurch kommt es zu einer ph-Wert Verschiebung im Urin, was wiederum zu Blasensteinbildung führt. Zudem bekommt sie mit der Fütterung von Trockenfutter nicht auf die ausreichende Flüssigkeit wie diese sich im Fleisch befinden würde. Sie müsste die dreifache Menge an Wasser aufnehmen. Das wären bei 50 Gramm TKF 150 ml Wasser. Dies tut keine Katze, sie trinken von Haus aus wenig. Um nun den Flüssigkeitsverlust durch das TKF auszugleichen konzentriert der Katzenkörper den Urin stärker und der wird weniger abgelassen. Es kommt zur Bildung von Harnsteinen. Auch die Nieren können den zu hohen Phosphorgehalt nicht verarbeiten, durch die ständige Überbelastung kommt es zu Nierenerkrankungen.

Wir erhalten oft Anrufe in denen nach dem Eiweißanteil gefragt wird, da man gehört hat der müsse reduziert werden. Es wird immer wieder behauptet bei Harn- und Nierenerkrankungen müsste Eiweißreduzierte Nahrung gefüttert werden. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Das Beste für Katzen, ob gesund oder krank, ist ihnen hochwertiges Eiweiß zu füttern. Das findet man nur in hochwertigen Fleischstücken wie Braten oder Steakfleisch nicht im Herz, Leber, Nieren usw. Bei einem täglichen Fleischanteil von mindestens 95% kommt es kaum zu Nieren oder Blasen Problemen. Hier stimmt auch die aufgenommene Flüssigkeitsmenge.

Es erfordert oft viel Geduld und Nervenstärke eine Katze von TKF auf Feuchtfutter umzustellen, doch in Anbetracht des nicht zu unterschätzenden Leidesweges der sich bei Tiere einstellen kann, ist dies die leichtere Übung. Jeder Mensch der selbst einmal an Nieren oder Blasensteine gelitten hat kann diese Schmerzen nachfühlen.

 

Ein Grund mehr warum wir unser Feuchtfutter in Gläser abfüllen:

Aluminium, ist ganz groß im Gespräch. Es schädigt den Menschlichen Körper, soll sogar Krebs und Alzheimer auslösen.

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste und das häufigste Metall. Jahrhunderte lang war es so gebunden, dass die Lebewesen damit nicht in Berührung kamen. Doch mit der Industrialisierung und dem sauren Regen wurde es mehr und mehr verfügbar. Über den Boden gelangt es in die Pflanzen und Lebensmittel, die wir verzehren. In geringen Mengen taucht es daher in fast allen Lebensmitteln und einigen kosmetischen Produkten auf, vor allem in getrockneten Kräutern, Gewürzen, Trinkwasser, in Zahnpasta, in Sonnenschutzmitteln und in Schokoladenprodukten. Aluminium ist auch Bestandteil von Lacken. Es kommt als glänzender Überzug von Dragees oder in Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz.

Aluminiumhaltige Verpackungen wie Folien und Kaffee-Pads können ebenfalls geringe Anteile Aluminium an die Produkte abgeben – allerdings sind diese Dosen dem BfR zufolge sehr gering, wenn das Aluminium nicht mit säure-, salz-  oder laugenhaltigen Stoffen in Berührung kommt. Da Joghurtdeckel beschichtet sind, kann kein Aluminium ins Produkt gelangen. „Wer aber die Espressomaschine oder den Wasserkocher aus Aluminium mit Essigsäure reinigt, sollte unbedingt einige Male mit klarem Wasser nachspülen, weil sich das Leichtmetall in Kontakt mit der Säure aus der Maschine löst“, sagt Alfonso Lampen vom BfR. Kritischer wurde das Aluminium inzwischen in diversen Zusatzstoffen in Lebensmitteln beurteilt: wegen des teilweise erheblichen Aluminiumgehaltes hat die EU-Kommission im Sommer 2014 reagiert und einige Zusatzstoffe aus dem Verkehr gezogen.

Soweit zur Belastung des Menschen.

Was mich wundert ist, dass sich keiner in diesem Zusammenhang Gedanken über unsere Haustiere macht. (Auch Tierärzte, Heilpraktiker usw.) Nassfutter in Aluschalen - Alu oder Blechdosen. Trockenfutter in Alubeuteln. Es gibt kaum ein Futter in dem nicht Salze oder Askorbinsäure (Vitamine C) hinzugefügt wird, dass wiederum die Schadstoffe aus der Dose-Schale löst und somit ins Futter gelangt. Frisst nun ein Tier tag-täglich aus der Dosen-Aluschale müssen wir uns nicht wundern wenn es an Allergien, Nieren- Lebererkrankungen, und mehr leidet.

Verabreicht man in Tierversuchen ein bestimmtes Nahrungsmittel zusammen mit Aluminiumhydroxid, so wird das Tier nach kurzer Zeit allergisch gegen dieses Nahrungsmittel. Offenbar verknüpft das Immunsystem das Nahrungsmittel mit dem Nervengift Aluminium, und entwickelt deutliche Zeichen, die dem Organismus signalisieren sollen, dieses Nahrungsmittel nicht mehr aufzunehmen. In der Forschung ist dies praktisch – denn so kann jederzeit eine Allergie gegen jedes beliebige Nahrungsmittel künstlich erzeugt werden.

Gehören auch Sie zu den Tierhaltern die vergeblich nach der Ursache suchen und ein Hund oder eine Katzen besitzen die von den aufgeführten Erkrankungen leidet, Sie sich mit Ihrem Tierarzt im Kreis drehen? Dann sollten Sie Ihr Tier auf Schwermetalle untersuchen lassen. Aluschälchen und Co. sind mit Sicherheit bequemer, billig und einfacher zu Händeln als ein Glas. Leiden müssen zum guten Schluss Tier und Tierbesitzer. Das Tier durch Erkrankungen und Schmerzen. Der Tierbesitzer wiederum leidet mit, hat dazu noch erhebliche Kosten und einen hohen Zeitaufwand durch die Behandlungen.

 

Kennen Sie diese Werbeaussage auch?

"Wir verzichten komplett auf die Zugabe von künstlichen Konservierungsstoffen, Antioxidantien, Lock-, Farb- und Geschmacksstoffen".

Sicherlich, es gibt fast keinen Futtermittelhersteller der nicht damit geworben hat oder immer noch damit wirbt.

Doch ist das wirklich so?

Ich wundere mich immer wenn ich mir den Inhalt der Dosen oder Schälchen jedes Jahr genauer betrachte. Es hat sich von der farblichen Struktur und auch vom Geruch nichts verändert. Auch wenn ich mir die Inhaltstoffe durchlese, ist dort keine Abweichung zu erkennen. 

Eigentlich müsste man doch einen Unterschied erkennen wenn man z.B. auf Salze oder Farbstoffe verzichtet. Jedes Fleisch hat seine eigene Farbe. Doch irgendwie sieht alles gleich aus.

Es ist ganz einfach.

Die Deklaration im Tierfutter für Hund und Katze schreibt vor:   

Deklarationspflichtig ist was der Hersteller im Herstellungsprozess hinzufügt bez. beimischt.

Wenn der Hersteller nun Rohwaren einkauft die bereits vorgemischt sind, dann braucht er das nicht zu deklarieren, da er es ja nicht beigemischt hat. Das ist ganz legal und er handelt nach dem Deklarationsgesetz.

Seien Sie etwas skeptisch wenn Sie solche Aussagen lesen, sehen Sie sich das Futter genau an, vergleichen Sie die Futtersorten miteinander, vom Aussehen, Geruch und der Konsistenz.

Wie bereits in einem meiner Artikeln beschrieben, erhitzen Sie das Futter (am besten im Wasserbad) und sehen Sie wie es sich verhält, starke Hitze löst alle Bindestoffe auf, achten Sie auch dabei auf die Geruchsentwicklung. Bei gutem Fleisch erkennt man die Fasern und es hat einen typischen Fleischduft der jeweiligen Art.

Denn Ihr Tier vertraut Ihnen.                                                                           

Oliven und Rapsöl sind nicht die besten Öle und wirken im Körper, ob Mensch oder Tier, entzündungsfördernd. Die besten Öle sind Fischöl und Leinöl. Aufgrund des hohen Gehalts an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Unter den natürlichen Quellen der essentiellen Linolensäure übersteigt nur im Leinöl der Anteil der Omega 3 Fettsäuren den der Omega 6 Fettsäuren. Und es wirkt entzündungshemmend im Körper.

Das der Hundemagen sämtliches Gemüse nur im zerriebener Zustand verwerten kann? Gewürfelt oder in Scheiben geschnitten ist es wertlos für den Hund ob im frischen oder getrockneten Zustand. Zum Beispiel Lignocellulose das häufig auf Trockenfutter Packungen angegeben ist und ganz simpel auf Deutsch übersetzt „Holz oder Sägespäne“ sind und zu den Natürlichen Aromen zählt.

Das Eierschalen nur Calcium abgeben wenn sie gekocht und als Pulver zermahlen werden?

Das wenn sie rohe Eier ins Futter geben, nur eine Wirkung haben, wenn Eiweiß oder Eigelb getrennt gefüttert werden.

Das Hunde in der Regel nur Gras fressen um ihre verschluckten Fellhaare wieder hervor zu würgen. Bei Hunden die schwerverdauliches Futter bekommen (z.B. Trockenfutter trocken gefüttert, Knochen, auch Kauknochen) vermehrt Gras bevorzugen, Löwenzahn der hilfreich für die Verdauung wegen der Bitterstoffe ist, zu sich nehmen.

Das Trockenfutter nur in eingeweichtem Zustand gefüttert werden soll? Da das Hundegebiss auf weiche (fleischige Nahrung) ausgelegt ist. Hier kann es im Laufe der Zeit zu Zahn- und Zahnfleischverletzungen kommen. Auch eine Magendrehung kann sich ergeben.

Das dass Aujeszkysche Schweinevirus nicht durch erhitzen von 55 ° Celsius abgetötet wird. Hier bedarf es mindestens 180° Celsius bei 3 Minuten Kerntemperatur.

Das mit Heil- und Gewürzkräuter sehr vorsichtig umgegangen werden sollte. In geringer Dosis können sie die Nahrung anreichern, überdosiert jedoch führen die pharmakologisch wirksamen Stoffe in den Pflanzen (oder Ölen) zu Vergiftungserscheinungen.

Das Kohl und Hülsenfrüchte (Erbsen) nicht gut für den Hund sind. Sie führen zu Blähungen und erhöhtem Risiko einer Magendrehung.

Das Zahnstein durch Bakterien verursacht wird. Es hat nichts damit zu tun ob der Hund viel oder wenig nagt und beißt. Durch die verschiedenen Zusatzstoffe (Zucker usw.) im Futter vermehren sich diese Bakterien explosionsartig. Auch das Zähneputzen mit Zahnpasten hilft hier nicht. Damit wird das Gegenteil erreicht, die Zusatzstoffe in der Zahnpasta fressen den natürlich Zahnschutz ab, die Zähne können nach längerer Zeit porös werden. Die meisten Hunde mit Zahnstein, stinken auch aus dem Maul.

Das mit Muskelfleisch im Hundefutter bei genauer Nachfrage aus Kopffleisch, Zwerchfell - Kronfleisch, Schlund und Herz besteht. Diese zwar preiswert aber nicht besonders nahrhaft auf Dauer sind.

 

Warum wir keinen grünen Pansen verarbeiten!

Der grüne rohe ungewaschene Pansen ist das beste Futter für einen richtigen Hund, dass haben die Menschen vor 60 Jahren schon behauptet. Diese Meinung hat sich bis heute nicht geändert. In etlichen Foren und Seiten im Internet, Zeitschriften kann man das erlesen. Grüner Pansen ist ungereinigt und enthält verdautes Gras und sonstiges Rinderfutter (wie z.B. Getreide, Mais, Zusatzfutter, eben alles was einem Rind in der heutigen Zeit gefüttert wird.) Die Bakterien die in den Pansenzotten sitzen und für die Verdauung des Mageninhaltes beim Rind zuständig sind, tun auch dem Hund gut, sagt man. Nach dem Fressen gelangt die Nahrung durch die Speiseröhre in eine große Magenkammer, den Pansen. Dieser kann bis zu 200 Liter aufnehmen.

Im Pansen leben viele Milliarden Bakterien. Sie helfen mit, die Nahrung zu zersetzen. Wenn das Rind sich niedergelegt hat, gelangen Teile des Panseninhalts in den Netzmagen. Dort werden sie zu kleinen Ballen geformt und dann durch die Speiseröhre wieder ins Maul zurück befördert. Jetzt wird die Nahrung nochmals kräftig mit Speichel vermischt und ausgiebig gekaut. Diesen Vorgang nennt man Wiederkäuen. Wenn es genug gekaut hat, schluckt das Rind erneut. Nun rutscht die Nahrung in den Blättermagen. Hier wird der Nahrung vor allem Wasser entzogen.

Erst im letzten Magenabschnitt, dem Labmagen, erfolgt schließlich die Verdauung. Wir vertreten im Bezug auf die heutige Wirkung des Grünen Pansen eine sehr kritische Meinung, finden sogar das er auf lange Zeit gesehen eine eher schädliche Wirkung auf unseren jetzigen Haushund hat.

Die Gründe führen wir Ihnen gerne ausführlich auf. Wir geben zu bedenken, dass die Fütterung und Haltung der heutigen Rinder sich in den letzten 10 bis 20 Jahren rapide verändert hat. Rinder werden (müssen) bestimmte Pflicht - Impfungen wegen (auch) neuer Krankheiten bekommen (auch Bio-Rinder) was früher nicht der Fall war. 90% der Rinder die Weidegang oder Frischfutter erhalten werden entwurmt. Ein Muss in Tollwut gefährdete Bezirke, Fuchsbandwurm. Das sich die Entwurmungsmittel auch schädlich auf die Magen und Darmflora auswirken kann, ist bekannt. Zudem werden noch Antibiotika, Wachstums- Hormon- und Mastbeschleuniger verabreicht. Diese Rückstände die sich zum Großteil im Fett, Gehirn, einigen Innereien, Magen und Darmwänden der Tiere absetzen, heben zum Großteil die guttuende Wirkung von Bakterien auf oder zerstören sie gänzlich.

Auch die Rückstände im ungereinigten Magen sind behaftet mit Keimen und Krankheitserregern, die sogar das tiefgefrieren überleben. Vom Zusatzfutter ganz zu schweigen, dass auch gerne Tiermehle enthält. Der zweite Punkt der uns am meisten zu denken gibt, ist: Es wird immer wieder behauptet das der Wolf (der Hund stammt ja von ihm ab) den Magen mitsamt dem Inhalt verschlingt. Das ist nur teilweise richtig, wenn überhaupt.

Von bekannten Tier- und Wolfsforschern wurde dieses Verhalten nicht bestätigt bzw. nachgewiesen. Sie konnten zwar feststellen das der Wolf seine Beute an der unteren Bauchseite aufbrach, das aber den Zweck dient das dort die Haut am dünnsten ist um das Tier abzuhäuten um dann an die Fleischstücke zu gelangen. Auch wurde festgestellt, dass das Alphatier (da wären wir wieder bei unserer Philosophie) niemals ein „minderwertiges Stück fraß, es holte sich immer die wertvollsten Stücke. Je nach Größe des erlegten Tieres, die Anzahl des Rudels und die Anzahl der Beutetiere im Revier kennzeichnet sich das Fressverhalten der Wölfe. Stand den Wölfen genug Beute für das ganze Rudel zur Verfügung, ließen sie minderwertige Teile wie Häute, Knochen Därme und Mägen liegen oder vergruben sie für Notzeiten. War die Beute karg, mussten die Wölfe der untersten Rangstufe alles fressen was übrig blieb.

Der dritte Punkt ist schlicht weg die Minderwertigkeit des Grünen Pansens in der Fleischverarbeitung. Als Lebensmittel darf er nicht vertrieben werden, wegen der vielen Keime und Erreger. Die Reinigung wäre viel zu teuer für das Produkt. Er wird also als Hundefutter oder Abfallprodukt verkauft, dass wiederum in der Hundenahrung endet. Wenn der Grüne Pansen eine so hervorragende Wirkung hätte, gäbe es mit Sicherheit einige findige Geschäftsleute, die daraus ein hochwertiges Pulver (oder ähnliches) verarbeiten würden und gutes Geld dafür verlangen. Bei einem Preis von 0,99 – 2,50 € das Kilogramm ist das eher unwahrscheinlich und doch leicht verdientes Geld für ein sagen wir mal "Naturprodukt" in das man wenig Arbeit stecken muss.

Der letzte und vierte Punkt sind die Erfahrungen und Berichte von nicht wenigen Hundebesitzern, Tierärzten und Tierheilpraktikern die wir im Laufe der Jahre kennen lernen und sammeln durften. Viele die Rohfütterung, auch regelmäßig mit Grünem Pansen betreiben, berichteten, das ihre Hunde immer kerngesund und nie krank waren, ihren Tierarzt nur für die regelmäßigen Impfungen besuchten. Und doch sind viele von ihnen im Alter von 5 – 10 Jahren verstorben. Nicht aber eines „natürlichen Todes“, nein von 20 Hunden sind 16 an plötzlich ausbrechenden Geschwüren oder Tumoren verstorben. Hier fielen dann hohe Kosten für Medikamente, Operationen usw. an. Schließlich verstarben die Hunde doch, oder mussten erlöst werden, da es keine Heilung mehr gab. (Überhaupt sterben fast 70% der Hunde in Deutschland nicht an Altersschwäche oder entschlafen sanft.)

Doch vergessen die meisten Hundehalter das der jetzige Hund mit dem Wolf genau so viel zu tun hat wie wir mit dem Neandertaler. Wir haben ihn geformt, gezüchtet wie wir ihn haben wollen. Die verschiedensten Rassen kreieren wir immer wieder neu für die verschiedensten Zwecke, die uns sinnvoll erscheinen. Sie sind anfälliger, empfindlicher geworden, haben sich uns schlussendlich angepasst, vor allem in der Ernährung. Selbst bei Mischlingen die als robuster und unempfindlicher eingestuft werden als hoch gezüchtete Rassehunde, nehmen Allergien und Unverträglichkeiten zu. Ohne uns Menschen führen sie ein jämmerliches Dasein, zum Tode verurteilt. Das sieht man an den ausgesetzten Straßenhunden. Doch wenn es plötzlich um die Fütterung geht, fällt uns ein unser Hund stammt ja vom Wolf ab, also muss er auch so fressen.

Wir haben mit Sicherheit nichts gegen eine Rohfütterung, im Gegenteil, wenn sie aus hochwertigen dem jetzigen Lebensstandart des Hundes angepassten Fleischstücken besteht. Ob Sie über unsere Bedenken nachdenken oder nicht überlassen wir ausschließlich Ihnen.

Abschließen möchten wir darauf Hinweisen das unsere Gedankengänge zur Anregung und Hinterfragung zum jeweiligen Thema dienen sollen. Sie sind entstanden aus unseren Erfahrungen, Recherchen, Gesprächen und Diskussionen mit Hundehaltern. Gerne beantworten wir weiter Fragen und freuen uns über einen sachlichen Meinungsaustausch.

 

Die berühmten 4%

Man kann es auf fast jedem Tiernahrungsetikett lesen. „Fleisch und Tierische Nebenerzeugnisse (Rind mindestens 4%). Passt ja, denkt man, da sind ja wenigstens 4% reines Rindfleisch drin.

Weit gefehlt ein sehr großer Irrtum!!!!!

Diese Inhaltsangabe besagt lediglich das von der angegeben Fleischart UND den Tierischen Nebenprodukten 4% vom Rind stammen müssen. Da Fleisch und Tierische Nebenprodukte die (legalen, gesetzliche) Umschreibung für Schlachtabfälle sind, können diese 4% Rinderhirn- Därme oder Rinderbindegewebe sein. Über die übrigen 96% gibt (muss) es keinerlei Angaben geben. Es kann also sein das es sich bei den verbleibenden 96% um Geflügel oder Schweineabfälle handelt. Wundert man sich wenn der Hund auch plötzlich auf das angeblich Rind reagiert. So kann eine Rinderdose mehr Geflügel enthalten wie eine Geflügeldose. Eine Lammdose mehr Rind wie eine Rinderdose. In einer Lammdose können 4% Lamm enthalten sein und 96% Rinderabfälle. Der Hersteller kann seine Dosen mit dem Füllen was er gerade billig bekommt. So kommt es vor das in der einen Woche der Hund das Dosenfutter frisst, weil er Rind gerne frisst und in der nächsten Woche die selbe Marke stehen lässt, weil die 96% eventuell Fischreste sind.

 

Sonderangebote bis zu 20%

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass jedes Mal wenn es einen Lebensmittel Skandal gegeben hat (der letzte Dioxin verseuchte Eier und Geflügel), das 2-3 Monate später das Hunde und Katzenfutter mit bis zu 20% Preisnachlässen beworben wird. Schlachttiere oder Lebensmittel die für den Menschen nicht verzehrbar oder gesundheitsschädlich sind, (dazu zählen auch Seuchen) dürfen als Tierfutter verarbeit werden für Tiere die nicht für die in den Kreislauf zur Lebensmittelherstellung des Menschen zurückfließen. Da (Gott sei Dank) Hund und Katze in Europa nicht verzehrt werden.

 

Auch unsere Lebensmittel werden bestrahlt!

In Europa dürfen folgende Nahrungsmittel bestrahlt werden:

Tiefgefrorene Gewürzkräuter

Kartoffeln

Süßkartoffeln

Zwiebeln

Knoblauch

Schalotten

Gemüse

Hülsenfrüchte

Obst

Pilze

Tomaten

Rhabarber

getrocknete Gemüse und Früchte

Getreide

Getreideflocken und –keime

Reismehl

Hühnerfleisch

Geflügel

Innereien von Geflügel

tiefgefrorene Froschschenkel

Fische und Muscheln (einschl. Aale, Krustentiere und Weichtiere)

tiefgefrorene geschälte Garnelen und Eiklar.

 

Die Auswirkung bestrahlter Lebensmittel

Der Sierra Club, eine kanadische Umweltorganisation äußert allerdings Bedenken gegen die Bestrahlung von Lebensmitteln:

Bestrahlte Lebensmittel enthalten weniger Nährstoffe, da durch die Bestrahlung einige der Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren zerstört werden.

Bestrahlung wird als Alternative zur Pestizidbehandlung angepriesen. Tatsächlich kann die Bestrahlung aber nur die Pestizide ersetzen, die nach der Ernte eingesetzt werden. Auf dem Feld werden die Pestizide nach wie vor in unverminderter Menge verwendet. Es gibt bislang auch keine Studie, die sich mit den Auswirkungen der bestrahlten Pestizidrückstände befasst hat.

Die Bestrahlung wird auch nicht die vielen chemischen Zusätze in verarbeiteten Nahrungsmitteln ersetzen, sondern sie um eine Belastung mehr ergänzen.

Die Bestrahlung von Geflügel wird damit begründet, dass auf diese Weise eine Salmonellenvergiftung vermieden werden kann. Allerdings können weniger als 20% dieser Vergiftungen auf Geflügel zurückgeführt werden. Es wäre daher wesentlich effektiver, die Menschen über entsprechende Maßnahmen bei der Lagerung und Zubereitung aufzuklären, als das Geflügel zu bestrahlen.

Die Bestrahlung kann sogar tatsächlich eine Lebensmittelvergiftung auslösen, da die bestrahlten Lebensmittel zwar frisch erscheinen, ohne jedoch auch frisch zu sein. Die Mikroorganismen, die normalerweise dafür sorgen, dass Fleisch z.B. schlecht aussieht oder riecht, können durch die Bestrahlung abgetötet werden. Andere Bakterien, wie z.B. Chlostridium botulinum, die für Botulimus (Fleischvergiftung) verantwortlich sind, können hingegen die Bestrahlung überleben. Es kann auch sein, dass Mikroorganismen mutieren und dadurch neue bestrahlungsresistente Bakterienstämme ausbilden.

Aflatoxine sind giftige und kanzerogene Substanzen, die von einem Bakterium gebildet werden, dass sich im feuchten Getreide, Nüssen oder Bohnen aufhält. Eine Aflatoxinvergiftung ist eine häufige Todesursache in Afrika und Asien. Bestrahlt man nun dieses Bakterium, wird es dazu veranlasst, noch mehr Aflatoxine zu bilden. Es wäre viel hilfreicher, trockene Lagerhäuser für die entsprechenden Lebensmittel zu errichten. Durch die Bestrahlung entstehen in den Lebensmitteln radiolytische Nebenprodukte, die so genannten Radiotoxine. Einige Studien, die sich mit diesen Nebenprodukten befasst haben, weisen auf ernsthafte Gesundheitsrisiken beim Verzehr von bestrahlten Lebensmitteln hin.

 

Unterstützen Sie keine Hersteller von Tiernahrung, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben!

Folgende Firmen führen nach eigenen Angaben Tierversuche oder Ernährungsstudien an Tieren auf firmeneigenem Gelände oder in Vertragslabors durch:

 

Colgate-Palmolive
Hill's Pet Nutrition

GESUNA
z.B. Tix, Ko-Kra, Romeo,
Schnucki, Chico, Premium,
Rufus, Tropic.

Masterfoods GmbH
Pedigree, Whiskas, Cesar, Royal Canin,
Sheba, Chappi, Trill, Frolic, Kitekat, Pal,
Bounce, Catsan, Winergy.

Nestle Purina Petcare
Deutschland GmbH
Purina, Bonzo, Matzinger, Felix,
Gourmet, Friskies.

Procter & Gamble
Iams/Eukanuba

Saturn Petfood GmbH
Animonda, Hikari, Kaytee, Saturn,
beliefern auch Discounter.

 

Stand: Mai 2008
Quelle: lamsGrausam.de

 

Dioxin auch im Hundefutter?

Mit Sorge schauen immer mehr Hunde- und Katzenbesitzer auf den sich ausbreitenden Dioxin-Skandal. Wenn es schon möglich ist, dass Krebs erregende Stoff in Nahrungsmitteln für Menschen steckt, wie groß ist dann erst die Wahrscheinlichkeit das Dioxin im Heimtierfutter landet, oder schon gelandet ist? Die Sorgen scheinen berechtigt. Vor kurzem nahm die Stiftung Warentest die gängigsten Trockenfutter für Hunde unter die Lupe. "Auf Dioxin haben wir nicht getestet - das erschien uns zu abwegig", teilen die Tester auf Anfrage mit. Heute würde Dioxin dagegen ganz oben auf der Liste stehen, weil durchaus die Wahrscheinlichkeit bestehe, dass es sich auch im Hundefutter befindet. Insgesamt acht Futter hat Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertet – sie führen zu Mangelerscheinungen oder sind mit Keimen belastet – darunter die Futter Defu, Happy Dog und Mera Dog. In ihnen steckte zu wenig Vitamin A, was schlecht für die Augen ist und die Hunde anfälliger macht für Krankheiten. Bei vier Trockenfuttern stimmte außerdem die Menge des Kalziums nicht: Sowohl zu viel als auch zu wenig schadet den Hundeknochen.

 

Zusammensetzung unklar

Die genauen Zutaten des Futters müssen die Anbieter übrigens nicht deklarieren. Es reichen Gruppenangaben wie Fleisch, Getreide, Gemüse, Öle und Fette. Die Bestandteile stehen in absteigender Reihenfolge auf dem Etikett. Prozentuale Mengenangaben gibt es meist nur wenn die Hersteller damit werben. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind z.B. Getreidemehle und Gemüse. Tierische Nebenerzeugnisse sind Schlachtreste (Schweinefüße, Fleischmehl aus Innereien).

 

Abfallstoffe aus der Lebensmittelindustrie

Doch im modernen Tierfutter steckt noch mehr. Mit bis zu drei Prozent Fett werden die Mischungen angereichert. Fett und pflanzliche Öle sind die teuerste Komponente im Mischfutter. Häufig werden darum kostengünstige Mischfette eingesetzt bei denen das einzelne Fett in der Masse nicht geeignet wäre. Ein Beispiel ist das harte Palmfett, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird. Im Futter dient Fett übrigens als Energielieferant und auch als Bindemittel für die trockenen Futterbestandteile. Der Rest - bis zu ein Drittel des Futtermittels - besteht aus Abfallprodukten der Lebensmittelindustrie: Weizenkleie aus Mühlen, Rübenschnitzel aus der Zuckerproduktion oder - für Wiederkäuer - Biertreiber aus den Brauereien.

 

Historisch ist Restverwertung keine Unbekannte

Der Einsatz solcher Abfallprodukte sei nicht bedenklich, sagt Susenbeth. Denn jeder zugelassene Zusatzstoff sei mit seiner erlaubten Dosis genau in der Futtermittelverordnung verzeichnet. Eine Meinung, die auch andere Tierernährungsexperten teilen. "Die Tierhaltung hat immer schon das verwertet, was der Mensch nicht mehr essen wollte", sagt Jens Kamphues von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Die Verarbeitung von industriellen Nebenprodukten in Mischfutter sei darum eine ressourcenschonende Resteverwertung, wie es sie schon in Mastbetrieben im Altertum gab. Anders sieht das Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. Bei der Menge an erlaubten Substanzen wirke die Resteverwertung auf ihn eher wie der Versuch, alles über das Futter loszuwerden zu dürfen, als rechtlich sicherzustellen, dass gesundes Futter erzeugt werde.

Quelle: Weltatlas Deutschland